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Wacken: Kult oder Kommerz?

Immer öfter wird sich gestritten, aber muss man die Beweggründe auch verstehen?
Wacken aus der Sicht eines Festival-Neulings.

Das WOA besteht nur noch aus Kommerz, die Musik kommt zu kurz, das Drumherum ist zu groß, zu viele Leute die gar nicht zur Szene gehören besuchen das Festival.

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Was ist denn Kommerz?

Kommerz bedeutet Geschäftsleben. Abwertend auch für ein allein auf Gewinn gerichtetes Interesse hergenommen.

Das WOA ist das größte Heavy Metal Festival der Welt. Natürlich zielt es auf Gewinn ab. Oder denkt ihr jemand macht das alles aus reinem Spaß an der Freude?
Was genau daran schlecht ist, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Es gibt immer noch top Bands zu einem relativ humanen Preis zu sehen und man hat das Erlebnis noch dazu. Dass nicht jedem immer alle Bands passen, sollte klar sein.

Kommt die Musik zu kurz, ist das Drumherum zu groß und das Publikum „untrue“?

Wer aus rein musikalischem Interesse nach Wacken fährt (und ich behaupte einfach mal, dass das bei niemandem der Fall ist), der hat immer noch die Möglichkeit alles andere einfach sein zu lassen. Ich muss dort nicht campen und wenn ich das trotzdem möchte, dann muss ich mich nicht voll laufen lassen. Ich muss auch nicht das Budenviertel besuchen oder an irgendwelchen Spielchen teilnehmen. Die Musik kommt bei acht Bühnen, mehreren Headlinern, aber auch unbekannteren Bands sicherlich nicht zu kurz!

Trotzdem ist Wacken natürlich Kult geworden und selbstverständlich auch größer. Klar spielt das Erlebnis Wacken eine Rolle und ist nicht mit kleineren Festivals zu vergleichen. Und klar zieht ein solches Spektakel auch Leute an, die vielleicht nicht nur oder bisher gar nicht Metal hören. Aber was ist daran schlecht?
Im besten Fall kommen diese Leute so zur Musik und ob man ausschließlich Metal oder auch Metal hört, sollte nun wirklich keine Rolle spielen.
Bei Problemen auf dem Campground kann man ich immer noch Hilfe von oben holen.

Immer dieselben Bands auf dem WOA!

„Beim WOA geht es um die Fans“ ja klar, schon mal was gehört von „der Kunde ist König“?
Im Metal gibt es wenig junge Bands die den Durchbruch geschafft haben und so bleibt es schon allein deswegen bei einem relativ beständigen Line Up alle drei bis vier Jahre. Außerdem sind die großen, erfolgreichen Bands eben gewünscht und dem Ersten der schreit aber wir brauchen gar keine Headliner sei gesagt:
Die meisten sehen das anders!

Mal ehrlich, man kann es nicht allen immer recht machen. Ich habe mich durch viele Foren und Diskussionen gelesen und es ist schwer genug zwei Leute mit denselben Wünschen zu finden.
Dazu kommt noch der gestiegene Preis für die Tickets und ganz schnell wird ein wir brauchen keine Headliner zu einem wann werden endlich mal die großen Bands bekannt gegeben.

Das Fazit?

Weniger aufregen, mehr eigene Entscheidungen. Niemand wird gezwungen das WOA zu besuchen und wer überzeugt von kleinen Festivals ist, der soll diese besuchen.

Leben und leben lassen.

Allerdings ist es doch so, dass man sich online oder in seinem Freundeskreis immer sehr gut aufregen kann. Tatsächlich habe ich aber noch von niemandem gehört, der offen auf einem Konzert oder Festival als „untrue“ bezeichnet wurde.
Auch während des WOA läuft sicherlich niemand dort herum und regt sich über das Festival und den Kommerz so richtig auf.

Atmet doch einfach mal tief durch und trefft Eure eigenen Entscheidungen.

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares neues Jahr und etwas mehr Gelassenheit

Nici

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