Style

Farbalternative Henna

Mit Pflanzenhaarfarbe färben und pflegen: Henna ist mehr als nur karottenrot.
Ein Guide nicht nur für die Damen der Welt.

In der Metal- und Mittelalterszene sind rote Haare bei Frauen beliebt. Die Farbe ist nicht nur besonders und auffälliger als andere, sondern lässt auch eine Verbindung zu den Vikingern zu. Stark, temperamentvoll und eigensinnig, eben anders, sollen rothaarige Frauen sein. Außerdem wird ihnen von den Männern immer noch ein besonders hohes sexuelles Verlangen und Wildheit im Bett nachgesagt.

Stark, wild und von den Männern geschätzt, ja warum also nicht auch mal rot färben? Zusätzlich gibt es für jeden Hauttyp den richtigen Rotton. Ob nun bei den Pflanzenhaarfarben oder aus der Chemieabteilung.

Tatsächlich von Natur aus rothaarig sind nur etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung. Wegen eines veränderten Chromosoms befindet sich bei ihnen vermehrt Phäomelanin anstatt Melamin in Haut, Haaren und Augen, was neben der Rotfärbung der Haare auch zu hellerer Haut und mehr Sommersprossen führt.
Den größten Anteil Rothaariger gibt es in Schottland.

Aber zurück zu Henna.
Das Pulver wird aus den Blättern des Hennastrauches gewonnen und hat erstmal die typische, karottenrote Farbe. Mittlerweile werden auch viele andere, fertig gemischte Farben im Handel angeboten. Neben unterschiedlichen Rottönen zum Beispiel auch braun und schwarz. Im besten Fall wurden diese mit anderen Naturprodukten vermischt, es gibt aber auch Hennafarben mit chemischen Zusätzen. Hier sollte man sich unbedingt vorher informieren!
Reines Henna ist erstmal unbedenklich, verschiedene Zusätze können aber Allergieauslöser sein!

Und nun ein Tipp auch für die Männerwelt:
Henna ist pflegend. Es kräftigt und verleiht einen schönen, natürlichen Glanz. Wer nicht färben möchte, kann Henna auch farblos erwerben, als Kur nutzen und seinen langen Haaren so etwas Gutes tun.
(Gibt’s was Besseres als Männer mit langen, gepflegten Haaren?)

Im Vergleich zu chemischen Haarfarben hat Henna viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Schon beim umsteigen von chemischem oder ungefärbtem Haar auf Pflanzenhaarfarbe kann es eine Zeit dauern, bis man ein passendes Ergebnis hat.
Gerne mal wird gerade der Ansatz auch karottenrot oder die Haare nehmen die Farbe nicht wirklich an. Der Grund ist, dass Henna nicht im Haar wirkt, sondern sich um das Haar legt. So wird das Ergebnis mit jeder Färbung besser.
Für die Ansatzbehandlung nimmt man am besten eine dunklere Mischung oder mischt selber schwarz mit in die Farbe, damit dieser ein ähnliches Farbergebnis erhält wie die Längen.
Einer der großen Vorteile ist nämlich, dass man Hennafarben in der Regel alle völlig problemlos untereinander mischen kann. Das heißt aber auch, dass man eine Weile braucht um die passende Farbe für sich zu finden. Je nach vorhandener Grundfarbe fällt diese nämlich immer völlig anders aus und es kann nicht, wie bei chemischen Farben, einfach vom Model auf der Verpackung auf das Endergebnis geschlossen werden.
Dafür kann aber so oft wie man möchte gefärbt werden, denn die Haare werden durch die Farbe nicht angegriffen. Mit einer Einwirkzeit von mindestens zwei Stunden, braucht es aber schon etwas Geduld.

Meine Lieblingsfarbe habe ich übrigens mittlerweile erreicht. Von Anfang an schwebte mir ein weinroter Ton vor und der ist es auch geworden.
Momentan mixe ich verschiedene Rottöne der Marke Radico. Wie gesagt, da muss man etwas herumprobieren und sehen, wie es sich mit der eigenen Haarfarbe verhält.

unbenannt

Wir wissen ja bereits, dass Pflanzenhaarfarbe sich um die Haare legt und damit mit jeder Färbung immer kräftiger wird. Aus diesem Grund sollte man, wenn einmal die Wunschfarbe erreicht ist, natürlich nicht bei jeder Färbung das komplette Haar färben, sondern nur den Ansatz mit dem Schwarzrotmix nachfärben.
Alle 3-4 Monate können dann auch die Längen übergefärbt werden, damit das rot weiterhin leuchtet. Wer nicht auf die Pflege verzichten will, kann zu farblosem Henna greifen.

Vor dem färben sei noch erwähnt, dass Pflanzenhaarfarbe riecht. Zwar nicht so beißend wie chemische Farben, dafür aber lang. Und ich meine lang! Zwei, drei, vier Tage kann man die Behandlung riechen. Es ist ein sehr erdiger Geruch und je nachdem ob ihr noch zusätzlich Schwarztee oder Wein beigemischt habt, verändert er sich natürlich auch.
Ich persönlich mische Nichts mehr bei und mag den Geruch von Henna mittlerweile sehr gern. Auch hier gilt: ausprobieren.

Ebenfalls erwähnt werden muss, dass niemals auf frisch blondiertem Haar gefärbt werden sollte. Und nach der letzten pflanzlichen Haarfärbung sollten auch ein paar Wochen ins Land ziehen, bevor ihr wieder blondiert. Das Ergebnis kann sonst ziemlich bunt ausfallen.

Fazit:
Henna ist sicherlich nicht für jeden etwas. Man muss sich einlesen, die Farbe benötigt Zeit und überhaupt muss man sehr viel Geduld haben. Dafür hat man dann aber keine Bedenken mehr beim färben und kann regelmäßig Hennatage einlegen und seinen Haaren etwas Gutes gönnen anstatt sie zu schädigen.

Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch nun Lust aufs rumprobieren bekommen.

Viel Spaß dabei

Nici

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